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Alles, was Sie vor der Reise wissen müssen.
Die meisten Ghana-Reiseführer werden von Leuten geschrieben, die zwei Wochen im Land waren. Diesen hier schreiben wir aus Kokrobite, denn hier sind wir zu Hause. Alles, was hier steht, beantworten wir sonst per E-Mail oder WhatsApp.
Die Seite ersetzt keine amtliche Auskunft: Einreise- und Impfbestimmungen ändern sich, verbindlich ist immer die ghanaische Botschaft und das Auswärtige Amt.
Deutsche Staatsangehörige brauchen für Ghana ein Visum. Es muss vor der Einreise beantragt werden, am Flughafen bekommt man keines. Zuständig ist die ghanaische Botschaft beziehungsweise deren Visastelle; Bearbeitungszeiten schwanken je nach Andrang zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen.
Verlangt werden in der Regel ein Reisepass, der nach der Rückreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, Passfotos, der ausgefüllte Antrag, ein Nachweis der Gelbfieberimpfung sowie eine Unterkunftsbestätigung oder eine persönliche Einladung aus Ghana. Planen Sie den Antrag früh ein.
Die genauen Anforderungen und Gebühren stehen auf der Seite der Botschaft und ändern sich gelegentlich. Prüfen Sie sie unbedingt selbst, bevor Sie Unterlagen zusammenstellen.
Beantragen Sie das Visum am besten über die Botschaft. Ein Onlinevisum gibt es seit Kurzem zwar auch, es kostet aber deutlich mehr. Und wenn Sie bei uns wohnen oder mit uns reisen, stellen wir Ihnen die Unterkunftsbestätigung oder Einladung aus, die die Botschaft sehen möchte, gerne und in der Regel innerhalb eines Tages. Damit ist genau der Punkt erledigt, der einen Erstantrag sonst am häufigsten aufhält.
Alle internationalen Flüge landen am Kotoka International Airport (ACC) in Accra. Direktverbindungen ab Deutschland gibt es nicht durchgehend; die üblichen Routen führen über Istanbul, Brüssel, Lissabon, Casablanca, Addis Abeba oder Paris. Reine Flugzeit ab Mitteleuropa sind etwa sechs bis sieben Stunden.
Nach Kokrobite sind es etwa 30 Kilometer nach Westen. Je nach Verkehr dauert das 45 bis 90 Minuten. Der Verkehr in Accra ist der unberechenbarste Faktor jeder Ghana-Reise, in beide Richtungen.
Wir holen unsere Gäste am Flughafen ab, auch bei Ankunft um drei Uhr nachts. Das kostet nichts extra und erspart Ihnen die Verhandlung mit Taxifahrern nach einem Nachtflug. Wer selbst fährt: Vereinbaren Sie den Preis vor dem Einsteigen, nicht danach.
Die beste Reisezeit für Ghana ist die Trockenzeit von November bis März. Dann sind die Straßen gut befahrbar, die Nationalparks zugänglich. Das gilt für den ganzen Süden und besonders für den Norden.
Der Süden hat zwei Regenzeiten: eine kräftige von etwa Mai bis Juli und eine kürzere im September und Oktober. Regen bedeutet in Ghana selten Dauerregen, eher heftige Schauer, die nach einer Stunde vorbei sind. Reisen lässt sich auch dann gut, man plant nur etwas flexibler. Der Norden hat nur eine Regenzeit, etwa von April bis Oktober.
Zwischen Dezember und Februar weht der Harmattan, ein trockener Wind aus der Sahara, der feinen Staub mitbringt. Die Luft wird diesig, Sonnenuntergänge werden spektakulär, Fotos vom Horizont dagegen nichts.
Die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen etwa 25 und 33 Grad. Große Jahreszeitenunterschiede gibt es nicht. Was sich ändert, ist die Feuchtigkeit, nicht die Wärme.
Am Strand von Kokrobite weht fast immer Wind vom Atlantik, dort ist es selbst im August angenehm. Wer nur ans Meer will, kann also auch in der Nebensaison kommen. Für eine Rundreise in den Norden würden wir das nicht empfehlen.
Die Gelbfieberimpfung ist für die Einreise nach Ghana vorgeschrieben. Ohne den internationalen Impfausweis kommen Sie weder an Bord noch durch die Passkontrolle. Sie muss spätestens zehn Tage vor der Einreise erfolgen.
Darüber hinaus werden üblicherweise Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus, Tollwut und die Standardimpfungen empfohlen. Was für Sie konkret sinnvoll ist, klärt ein Reisemediziner oder Tropeninstitut. Bitte rechtzeitig, denn manche Impfserien brauchen Wochen.
Zu den Kosten eine gute Nachricht: Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten Reiseimpfungen, wenn Sie die Rechnung hinterher einreichen. Ein kurzer Anruf bei Ihrer Kasse vorher lohnt sich also.
Ghana ist Malariagebiet, ganzjährig und im ganzen Land. Sprechen Sie vor der Reise mit einem Arzt über Prophylaxe oder ein Notfallmedikament, nutzen Sie abends Mückenschutz mit hohem DEET-Anteil und schlafen Sie unter einem Moskitonetz. Die Mücken, die Malaria übertragen, stechen in der Dämmerung und nachts.
Eine Auslandsreisekrankenversicherung gehört zu den Dingen, die man vor der Reise erledigt und dann hoffentlich nie braucht. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt für Behandlungen in Ghana nicht, und private Kliniken rechnen in der Regel vorab ab. Achten Sie darauf, dass der Rücktransport nach Hause eingeschlossen ist.
Leitungswasser wird nicht getrunken. Üblich sind Flaschen oder die in Ghana allgegenwärtigen Wasserbeutel ("pure water"), die es an jeder Ecke gibt und die gekühlt und sicher sind.
In Kokrobite und Umgebung gibt es Apotheken und einfache Kliniken, für ernstere Fälle fährt man nach Accra. Wir wissen, wo man nachts einen Arzt erreicht. Rufen Sie im Zweifel einfach an, auch wenn Sie nicht bei uns wohnen.
Die Währung ist der Ghanaische Cedi (GHS). Der Wechselkurs schwankt stark, prüfen Sie ihn kurz vor der Reise. Bargeld bleibt in Ghana das wichtigste Zahlungsmittel: Außerhalb von Hotels und größeren Supermärkten wird kaum eine Karte akzeptiert.
Geldautomaten gibt es in Accra und allen größeren Städten; auf dem Land sollten Sie nicht damit rechnen. Euro und US-Dollar lassen sich in Wechselstuben tauschen, oft zu besseren Kursen als am Automaten. Nehmen Sie saubere, unbeschädigte Scheine mit, denn zerknitterte Noten werden gelegentlich abgelehnt.
Sehr verbreitet ist Mobile Money: Bezahlen per Telefonnummer, auch beim Gemüsestand. Wer eine ghanaische SIM-Karte hat, kann das nutzen und spart sich das Kleingeld-Problem.
Zum Preisniveau: Essen in einem lokalen Restaurant kostet einen Bruchteil dessen, was man in Europa zahlt, importierte Waren dagegen oft mehr. Wer isst und wohnt wie die Leute vor Ort, kommt hier sehr günstig durch; wer europäisch leben möchte, zahlt entsprechend mehr.
Auf Märkten und bei Taxis wird verhandelt, in Restaurants und Läden nicht. Fragen Sie im Zweifel vorher nach dem Preis.
Ghana gilt als eines der stabilsten und sichersten Länder Westafrikas. Das Land ist seit Jahrzehnten demokratisch, Gewaltkriminalität gegen Reisende ist selten, und die Menschen begegnen Fremden mit einer Offenheit, die viele Gäste zuerst irritiert und dann prägt.
Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten trotzdem: Taschendiebstahl auf vollen Märkten, kein unnötiges Zurschaustellen von Wertsachen, nachts keine einsamen Strandabschnitte. Das Gefährlichste an einer Ghana-Reise ist statistisch der Straßenverkehr.
Beachten Sie die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, insbesondere zu den Grenzregionen im äußersten Norden. Die Routen, die wir planen, führen dort nicht entlang.
Der häufigste unangenehme Moment für Gäste ist kein Überfall, sondern der Preisaufschlag für Fremde. Wer mit jemandem unterwegs ist, den man vor Ort kennt, zahlt, was alle zahlen. Genau deshalb machen wir das.
Gefahren wird auf der rechten Seite. Die Hauptstrecken zwischen den großen Städten sind asphaltiert und gut befahrbar; abseits davon wird es schnell zur Piste, besonders im Norden und nach Regen.
Das öffentliche Verkehrsmittel Ghanas ist das Tro-Tro: ein Minibus, der abfährt, wenn er voll ist, und auf Zuruf hält. Billig, authentisch und für längere Strecken mit Gepäck anstrengend. Für Städtefahrten gibt es Taxis und in Accra Bolt und Uber.
Für Rundreisen setzen wir gerne auf die öffentlichen Verkehrsmittel, weil das die authentischere Erfahrung ist. Wer es bequemer mag, bekommt von uns einen eigenen Fahrer organisiert, der Schlaglöcher, Polizeikontrollen und Umleitungen kennt, während Sie einfach aus dem Fenster schauen.
Rechnen Sie großzügiger, als die Karte suggeriert: 200 Kilometer können in Ghana vier Stunden dauern. Wir planen Fahrzeiten deshalb lieber zu lang als zu kurz.
Mobiles Internet ist in Ghana günstig und in bewohnten Gegenden erstaunlich gut. Die großen Anbieter sind MTN, Telecel und AirtelTigo; MTN hat die beste Abdeckung außerhalb der Städte. Eine SIM-Karte mit mehreren hundert Gigabyte Datenvolumen kostet einen kleinen zweistelligen Eurobetrag.
Für die Registrierung einer SIM-Karte brauchen Sie Ihren Reisepass, und sie erfolgt biometrisch im Shop. Das dauert und funktioniert nicht an jedem Kiosk. Lassen Sie sich dabei besser helfen, statt es allein am Flughafen zu versuchen.
Der Strom hat 230 Volt und britische Dreipol-Stecker (Typ G). Viele Steckdosen lassen sich aber auch problemlos mit Eurostecker (Typ C) verwenden. Stromausfälle kommen vor und dauern meist nur wenige Minuten bis Stunden. Viele Touristenhotels sind mit Stromgeneratoren ausgestattet.
Die Zeitzone ist GMT ohne Sommerzeit. Gegenüber Deutschland bedeutet das eine Stunde Unterschied im Winter und zwei im Sommer.
Wir haben SIM-Karten mit Datenvolumen und auf Wunsch auch mit Mobile Money, die wir unseren Gästen ausleihen können. Und das WLAN in unserer Ferienwohnung reicht zum Beispiel für Videokonferenzen vollkommen aus.
Amtssprache ist Englisch, Sie kommen also überall damit durch. Daneben wird im Süden vor allem Twi gesprochen, in Accra Ga, in der Volta-Region Ewe und im Norden Dagbani. Ein paar Brocken Twi öffnen Türen: "Ete sen?" heißt "Wie geht es?", die Antwort ist "Eye", also gut.
Begrüßung ist in Ghana keine Formsache, sondern der Anfang jeder Interaktion. Wer in einen Laden geht und ohne Gruß nach dem Preis fragt, gilt als unhöflich. Nehmen Sie sich die zwanzig Sekunden, es verändert den Ton jedes Gesprächs.
Zwei praktische Regeln: Gereicht und genommen wird mit der rechten Hand, nie mit der linken. Und fotografieren Sie Menschen erst, nachdem Sie gefragt haben, besonders an Orten wie Cape Coast Castle oder auf Märkten.
Ghana ist religiös geprägt, im Süden überwiegend christlich, im Norden muslimisch. Kleidung darf leicht sein, sollte aber außerhalb des Strandes nicht zu freizügig sein, in Dörfern und beim Besuch von Kirchen oder Moscheen erst recht.
Das Wort, das Sie in Ghana am häufigsten hören werden, ist "Akwabe (Willkommen)", und es ist so gemeint. Nehmen Sie Einladungen an, wenn es sich ergibt. Die besten Abende unserer Gäste standen nie im Reiseplan.
Die ghanaische Küche ist deftig, scharf und stärkehaltig. Klassiker sind Jollof Rice (Reis in Tomatensauce, über dessen beste Version Ghana und Nigeria sich seit Jahrzehnten streiten), Banku und Fufu als Beilagen aus fermentiertem Mais beziehungsweise gestampftem Maniok, dazu Erdnusssuppe oder Light Soup mit Fisch oder Ziege.
"Red Red", Bohnen in Palmöl mit gebratener Kochbanane, ist die zuverlässigste vegetarische Option. Waakye, Reis mit Bohnen, gibt es traditionell zum Frühstück. An der Küste ist frischer Fisch selbstverständlich und meist am selben Morgen gefangen.
Straßenessen ist gut und günstig, wenn es frisch und heiß ausgegeben wird. Vorsichtig sein sollte man bei rohen Salaten und geschältem Obst aus unbekannter Hand. Getrunken wird Wasser aus Beuteln oder Flaschen, dazu gibt es Bissap (Hibiskus), Sobolo und lokales Bier.
Unser eigenes Restaurant Just Lad's in Kokrobite ist genau dafür da: Gäste essen zu lokalen Preisen statt zu Touristenpreisen, und wer sich an Fufu nicht herantraut, bekommt eine ehrliche Empfehlung, womit man anfängt.
Ghana ist warm und feucht. Sie brauchen weniger, als Sie denken, aber ein paar Dinge sind schwer zu ersetzen.
Was Sie nicht mitschleppen müssen: Wasser, Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und einfache Kleidung. Das alles gibt es vor Ort günstiger. Und wenn doch etwas fehlt, fahren wir mit Ihnen zum Markt.
Ja. Deutsche Staatsangehörige benötigen für Ghana ein Visum, das vor der Einreise bei der ghanaischen Botschaft beantragt werden muss. Am Flughafen wird keines ausgestellt. Verlangt werden unter anderem ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, Passfotos, der Nachweis der Gelbfieberimpfung und eine Unterkunftsbestätigung. Wir empfehlen die Beantragung über die Botschaft: Ein Onlinevisum ist seit Kurzem zwar ebenfalls möglich, aber erheblich teurer. Die aktuellen Anforderungen stehen auf der Seite der Botschaft.
Von November bis März, also in der Trockenzeit. Dann sind die Straßen gut befahrbar, die Nationalparks zugänglich. Die Hauptregenzeit im Süden liegt zwischen Mai und Juli, eine kürzere zweite im September und Oktober. Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 25 und 33 Grad.
Die Gelbfieberimpfung ist für die Einreise vorgeschrieben und muss spätestens zehn Tage vorher erfolgen. Empfohlen werden zusätzlich Hepatitis A, Typhus, Tollwut und die Standardimpfungen. Ghana ist außerdem ganzjährig Malariagebiet. Sprechen Sie vor der Reise mit einem Reisemediziner über Prophylaxe oder ein Notfallmedikament.
Ja, unbedingt. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in Ghana keine Behandlungskosten, und private Kliniken rechnen meist vor der Behandlung ab. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass der Rücktransport nach Deutschland eingeschlossen ist. Das ist im Ernstfall der mit Abstand teuerste Posten. Solche Policen kosten für eine mehrwöchige Reise meist nur einen niedrigen zweistelligen Betrag.
Ghana gilt als eines der stabilsten und sichersten Länder Westafrikas, mit einer langen demokratischen Tradition und geringer Gewaltkriminalität gegen Reisende. Übliche Vorsicht gegen Taschendiebstahl auf Märkten ist sinnvoll. Das größte reale Risiko ist der Straßenverkehr, weshalb wir lange Strecken nach Einbruch der Dunkelheit vermeiden.
Amtssprache ist Englisch, damit kommen Sie überall durch. Daneben werden rund 80 lokale Sprachen gesprochen, im Süden vor allem Twi, in Accra Ga, in der Volta-Region Ewe und im Norden Dagbani. Ein paar Worte Twi werden sehr freundlich aufgenommen.
Das hängt stark davon ab, wie Sie reisen. Wer lokal isst und in Gästehäusern übernachtet, kommt mit umgerechnet 30 bis 50 € am Tag inklusive Unterkunft gut aus. Mit Lodges, importierten Lebensmitteln und eigenem Fahrzeug wird es ein Vielfaches. Bargeld ist wichtiger als die Karte, denn außerhalb von Hotels wird kaum eine akzeptiert.
Nein. Getrunken wird Wasser aus Flaschen oder aus den in Ghana überall erhältlichen Wasserbeuteln ("pure water"), die günstig, gekühlt und sicher sind. Auf Eiswürfel in kleinen Betrieben und auf geschältes Obst aus unbekannter Hand sollte man verzichten.
Ghana nutzt 230 Volt und britische Dreipol-Stecker vom Typ G. Viele Steckdosen lassen sich aber auch problemlos mit Eurostecker (Typ C) verwenden. Die Zeitzone ist GMT ohne Sommerzeit, also eine Stunde hinter Deutschland im Winter und zwei Stunden im Sommer.
Sie wissen jetzt, was Sie vorbereiten müssen. Hier die drei Wege, die unsere Gäste danach üblicherweise gehen.
Fertige Routenvorschläge über 7, 10 und 14 Tage mit Tagesablauf und offener Kalkulation, als Ausgangspunkt für Ihre eigene Reise.
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Der Ort, in dem wir wohnen: Strand, Fischerdorf und Ausgangspunkt für alles Weitere, 45 Minuten vom Flughafen.
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